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Post-COVID VR: Advanced Multimodal Tools for Assessing Fatigue-Associated and Cognitive Long-Term Effects
ABSTRACT
Ermüdungsbedingte und kognitive Defizite treten beim Post-COVID-Syndrom (PC) häufig gemeinsam auf, doch ihr Zusammenspiel ist nach wie vor kaum verstanden. Um diese Herausforderung anzugehen haben wir eine hybride diagnostische Toolbox entwickelt, die eine mobile immersive virtuelle Gedächtnisaufgabe (mobile immersive Virtual Memory Task, mimVMT) auf der Meta Quest Pro mit tragbaren Geräten (Polar H10) kombiniert. Gleichzeitig werden Echtzeit-Herzfrequenzdaten und Selbsteinschätzungen des Wohlbefindens in VR erfasst. Die Toolbox wurde in einem kokreativen, interdisziplinären Ansatz entwickelt, der Beiträge von PC-Patienten, klinischen Experten und VR-Spezialisten umfasst. Die mimVMT ist eine virtuelle räumliche Gedächtnisaufgabe, bei der sich die Teilnehmer die Positionen von Objekten auf einem virtuellen Tisch merken und wiederherstellen müssen. Die Interaktion ist handbasiert und erfordert keine Controller, so dass die Teilnehmer die Aufgabe entweder im Sitzen oder im Stehen mit Hilfe von Midair-Hand-Interaktionen durchführen können. Leistung und Bewegungen (Auge, Kopf, Hand) werden multimodal aufgezeichnet und analysiert, um ermüdungsbedingte und kognitive Symptome zu quantifizieren und zu differenzieren, was eine präzisere Diagnose und maßgeschneiderte Interventionen für PC ermöglicht.
ELSI-Workshop am 19.04.2024
Am 19.04.2024 absolvierte das EPSILON-Konsortium einen projektbezogenen ELSI-Workshop. Gemäß den ELSI-Kriterien (englisch: Ethical, Legal, and Social Issues) wurden hier ethische, rechtliche und soziale Fragestellungen hinsichtlich des EPSILON-Projektes erläutert. Zu diesem Zweck führte das Konsortium eine systematische Analyse anhand des ELSI-Screening- und Assessment-Tools (ELSI-SAT) durch, welches über www.elsi-sat.de öffentlich verfügbar ist.
Mittels eines ausführlichen Fragenkatalogs werden Forschungsprojekte im Bereich Mensch-Technik-Interaktion so für ELSI-Aspekte sensibilisiert und mögliche Risikobereiche identifiziert. Die ELSI-SAT-Fragen umfassen dabei verschiedene Risikodimensionen - etwa bezüglich Transparenz, Gerechtigkeit oder Schadensvermeidung - und gehen insbesondere auch auf datenschutzrechtliche Aspekte ein. Bezüglich des EPSILON-Projektes wurden so unter anderem Konzepte wie „Privacy-by-Design“ sowie die Definition und der Schutz von personenbezogenen und sensiblen Daten ausführlich analysiert und im Kontext der Projektumsetzung diskutiert.
Hierbei ergab sich für EPSILON eine durchweg positive Analyse in der Gegenüberstellung von möglichen Risken und der projektspezifischen Adressierung dieser Risiken. Diese Auswertung ist in den untenstehenden Abbildungen zusammengefasst und trägt nachhaltig zur Umsetzung von ELSI-Aspekten im EPSILON-Projekt bei.
Ergebnisse der ELSI-Risikoabschätzung für das EPSILON-Projekt. Die
Unterteilung entspricht den einzelnen Risikodimensionen.
ELSI-Scores für das EPSILON-Projekt entlang der Risikodimensionen.
ELSI-Scores setzen mögliche Risiken mit geplanten Maßnahmen zur Adressierung dieser Risiken ins
Verhältnis.
BMBF-Vernetzungssymposium “Hybride Interaktionssysteme zur Aufrechterhaltung der Gesundheit auch in Ausnahmesituationen” und 10. Forschungswerkstatt in Düsseldorf
Das BMBF-Vernetzungssymposium mit dem Thema 'Hybride Interaktionssysteme zur Aufrechterhaltung der Gesundheit auch in Ausnahmesituationen' fand am 26. und 27. Februar in Düsseldorf statt. Die Veranstaltung wurde vom Team des Begleitprojekts CoCre-HIT (Co-Creation im digitalen Gesundheitssektor) organisiert und bot eine Plattform für den Austausch und die Präsentation von Forschungsarbeiten im Bereich der hybriden Interaktionssysteme. Das EPSILON-Projekt zur präzisen Erfassung von Post-COVID-Symptomen wurde unter anderem mit einem Posterbeitrag präsentiert. Die Keynote-Vorträge, darunter besonders bemerkenswert der Beitrag von Dr. Sebastian von Engelhardt (VDI/VDE-IT) zum Thema lieferten wertvolle Einblicke und Perspektiven in die Verwertung von F&E-Ergebnissen aus Forschungsprojekten.


Rückblick auf den Alignment Workshop am 19.10.2023 bei NEEEU
Am 19. Oktober 2023 fand in den Räumlichkeiten von NEEEU in Berlin ein Alignment Workshop statt, der den Projektstart markierte und Vertreter*innen aller Projektpartner zusammenbrachte. Ziel der Veranstaltung war es, eine gemeinsame Ausrichtung für den Beginn des EPSILON-Projektes zu schaffen. Im Mittelpunkt standen die Diskussion von Erwartungen und Bedenken sowie die Erstellung einer Stakeholder-Map, um klar zu identifizieren, für welche Nutzer*innengruppen das Produkt angepasst wird. Darüber hinaus wurden verschiedene User Journeys für die wichtigsten Anwendergruppen entwickelt. Diese berücksichtigen die spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse bei der Nutzung von VR-Technologie und Smart Wearables sowohl im klinischen Kontext als auch im häuslichen Umfeld. Im weiteren Verlauf des Workshops wurde ein prototypisches Dashboard erstellt, welches als Grundlage für zukünftige Forschungsaktivitäten dienen soll. Abschließend wurden die Ableitung von Forschungsfragen und Hypothesen sowie die nächsten Schritte im Projekt diskutiert, um eine klare Richtung für die kommenden Phasen zu definieren.


EPSILON Kick-Off Meeting in Berlin
Das EPSILON Kick-Off Meeting, welches am 4. Oktober 2023 im Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut in Berlin
stattfand, markierte den offiziellen Start des EPSILON-Projekts. Im Mittelpunkt der Agenda standen die
Vorstellung der Projektmeilensteine und -ziele der beteiligten Verbundpartner, eine Vorstellung der
bereits entwickelten Virtual-Reality-Diagnostikanwendung, ein Überblick über die aktuelle
Post-COVID-Situation sowie eine Präsentation der Projektpartner und ihrer spezifischen Aufgaben innerhalb
von EPSILON. Darüber hinaus wurden relevante Informationen durch den Projektträger bereitgestellt. Den
Abschluss des Meetings bildeten eine offene Fragerunde und eine Diskussion, welche den Teilnehmenden die
Möglichkeit bot, sich auszutauschen und die nächsten Schritte zu erörtern.
Link zur HHI Pressemitteilung

